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s475e: 12,21 (Review)
| Artist: | s475e |
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| Album: | 12,21 |
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| Medium: | CD/Download | |
| Stil: | Ambient, Electronica |
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| Label: | good golden sun records | |
| Spieldauer: | 37:37 | |
| Erschienen: | 01.05.2026 | |
| Website: | [Link] |
Dass S475Es „12,21“ eine Abstraktion des RUSH-Klassikers „2112“ ist, darf wohl eher ins Reich der Mythen verwiesen werden, aber auch Darius Speier, der Kopf hinter diesem Projekt, versteht es stimmungsvolle Musikabstraktion zu betreiben.
Diese fällt zwar weniger progressiv und auch kaum Rock-affin aus (was eine direkte Ahnenlinie zu Geddy Lee und CO. ausschließt), aber auch S475E malen Bilder mit der Musik. Zwischen atmosphärischen Synthies und verhaltenem Schlagzeugspiel findet sich zuweilen kaum ein anderer Mitspieler, aber die Musik auf „12,21“ ist auch weniger Aktiv-Soundtrack, als bedachte Momente zur Selbstreflektion oder zur Entspannung zu bieten.
Der Fokus liegt auf dem Klangäther, der durch den Einsatz von Synthies erzeugt wird und der dem strudelartigen Cover-Artwork entsprechend Raum und Zeit zu krümmen scheint und den Hörer in eine Art Musikhypnose hineinzieht.
In dem musizierten Raum treffen Space-affine Sounds auf Melodien aus dem TANGERINE DREAM-Kosmos, wodurch sich Titel wie „floating in space“ (auch im vorliegenden director‘s remix) perfekt zur Entspannung eignen, vorausgesetzt der Hörer nimmt sich aktiv Zeit dem Album zu lauschen.
Zur Hintergrundbeschallung taugt „12,21“ dagegen kaum. Denn entweder döst der Hörer angesichts der weichen Klangfarben nach und nach ein oder die Space-affinen Sounds sowie die Abstraktion der Musik wirken mitunter wie ein hintergründiges Störgeräusch, das die Konzentration auf die Probe stellt.
FAZIT: S475E bleiben auch auf ihrem ersten Vollalbum „12,21“ der ätherischen Musik zwischen Ambient und Electronica treu. Dass die bedacht klingende Musik beständig dahinfließt ohne nennenswerte 'Aha-Momente' zu präsentieren, ist einerseits ein bewusstes Stilmittel, dank dem sich der Hörer schnell und tief in den Klängen fallen lassen kann, andererseits mäandert das Gehörte eben doch recht gleichförmig vor sich hin, sodass weniger Ambient-affine Hörer schneller als gedacht wegdämmern könnten.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- something comes into being
- sirius
- angels and the movement of galaxies
- wide foggy landscape
- floating in space - (director‘s remix)
- sound of forgotten realms
- state of mind after midnight
- memories of last days
- Next Stop Earth (2024)
- 12,21 (2026)
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