Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Isobar: V (Review)

Artist:

Isobar

Isobar: V
Album:

V

Medium: CD/Download
Stil:

Instrumentaler Progressive Rock

Label: Trope Audio/Just For Kicks
Spieldauer: 52:04
Erschienen: 11.09.2026
Website: [Link]

Es nimmt einfach kein Ende mit ISOBAR, der Instrumental-Progressive-Rock-Band aus dem kalifornischen San Jose.
Zum Glück nimmt es kein Ende!
Denn so einfach und etwas einfallslos auch die Alben-Titel und Digipaks ihrer nunmehr schon fünf CD's gestaltet sein mögen, umso begeisternder ist die Musik der progressiven Kalifornier dahinter, die aus rein instrumentalen, sehr kunstvoll komponierten Stücken besteht, welche ein ungemein breites musikalisches Spektrum abdecken, dem von der ersten bis zur letzten Minute der kreative Geist eines ZAPPAs innezuwohnen scheint.
All das galt bereits für ISOBAR I – IV und setzt sich kompromisslos nunmehr auch in „V“ fort.


Schön, dass wohl der bis dato als Gast aufgeführte Schlagzeuger Mattias Olsson von ÄNGLAGÅRD nunmehr als festes Bandmitglied weiterhin die Felle bedient. Denn hört man die Musik von ISOBAR, dann machen sich jede Menge Erinnerungen auch an die schwedischen Prog-Kultisten breit. Man könnte sogar so weit gehen, beide Bands eine fast gespenstische Nähe zu unterstellen, da deren kreative Instrumental-Schlachten sich im breiten Umfeld von Canterbury über modern Jazz und Avantgarde bis hin zu GENTLE GIANT sowie ROBERT FRIPP und ZAPPA und jeder Menge überraschender kompositorischer Eigenständigkeit und Experimenten abspielen, während über allem die gute alte Siebziger-Aura schwebt. Eine Aura, die bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft – besonders für die älteren Zeitgenossen unter uns, die damit hoffentlich immer stärker auch weiterhin ihre Kinder anstecken – verloren hat!


ISOBAR bringen, um den Abwechslungsreichtum hinter „V“ manchmal gar auf die Spitze zu treiben, sogar Dudelsäcke („The Position of Dr. Mannix“) sowie ganz ausgiebig die Geige („Oats and Glitter“, „Folie Circulaire“, „The Turpitude“) und noch stärker ein Saxophon bei gleich sechs der insgesamt zehn Instrumental-Stücke mit ins Spiel.

Wer progressiven Rock wirklich an dem Begriff 'Prog' festmacht und dabei eine Entwicklung sowie musikalische Experimentierkunst mit deutlichem Hang zu dessen Wurzeln versteht und zudem komplett auf Gesang verzichten möchte, dem bescheren ISOBAR auch auf ihrem fünften Album ein ganz großes Hörerlebnis.


FAZIT: Wenn Musiker aus dem sonnigen Kalifornien die ganze instrumentale – durchaus auch düstere – Klangwelt des Progressive Rock umreißen, dann sollte der Name ISOBAR, die zwar mit einem schlicht gestalteten und ebenso schlicht mit „V“ benannten Album daherkommen, aus musikalischer Sicht langsam als feste Prog-Adresse gelten. Auch auf „V“ reizen ISOBAR mit ZAPPAeskem Geschick die Vielfalt spannender Kompositionen und musikalischen Einfallsreichtums aus, sodass der Hörer, dem solche Bands wie GENTLE GIANT oder ÄNGLAGÅRD noch immer beim Hören wohlige Schauer über den schon leicht gebeugten Rücken treiben, unbedingt auch „V“ dauerhaft in Ohrenschein nehmen sollte. Jedenfalls ist jedes der bisher fünf Alben, die ISOBAR seit 2020 abliefern, ein prog-instrumentales Freudenfest.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 31x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Gravity Itself
  • Oats and Glitter
  • Folie Circulaire
  • As Is Was
  • The Position of Dr. Mannix
  • Democracy, The Kimono
  • One Woman, One Cow
  • March of the Butterflies
  • Some Sort of Rudimentary Lathe
  • The Turpitude

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

  • II (2022) - 13/15 Punkten
  • III (2023) - 13/15 Punkten
  • IV (2024) - 13/15 Punkten
  • V (2026) - 13/15 Punkten
Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!